Dafür bin ich Bürgermeisterin geworden.
Was mache ich anders?

Ich werde andere Schwerpunkte setzen. In meinem neuem Amt bin ich erstmal eingebunden in Entwicklungen der Stadt, für die in der Vergangenheit Entscheidungen getroffen wurden. Ein abrupter Wechsel ist daher schwer möglich. Einige Schwerpunkte für meine nächsten Jahre möchte ich hier skizzieren:

  1. Bereits vor 2000, also noch in der Amtszeit von Günther Boekhoff war bekannt, dass für die Fußgängerzone etwas getan werden müsste, hier würde ich gerne einen Ausgewogenheit zwischen Innenstadt und Einkaufsmärkten im Außenbereich mir zum Ziel setzen.
    Die Entwicklung der Innenstadt zu einer Einheit, in der die einzelnen Bereiche ihre Besonderheiten betonen sollten. Eine Zusammenarbeit Aller für die Fußgängerzone, um die Ressentiments zu überwinden, läge mir sehr am Herzen.

  2. Arbeitsplätze müssen weiter gesichert werden durch Bereitstellung von Gewerbegrundstücken und Ausbau der Infrastruktur – die Straßen am Großen Stein und am Nüttermoorer Sieltief müssen fertig gestellt werden. Unternehmensverlagerungen wie Bünting undn Jovy Atlas müssen vermieden werden.

  3. Preisgünstige Baugebiete für Bürger mittleren und niedrigen Einkommens müssen ausgewiesen werden. Teure Baugebiete gibt es genug.

  4. Regulierung des Neubaus in gewachsenen Wohngebieten: Durch Abriss und Überdimensionierung und unpassenden Neubau werden homogene Wohngebiete zerstört. Neue Bebauungspläne müssen anstelle des §34 BauGB Vorgaben zur Erhaltung von Stadtteilen machen.

  5. Die Verkehrsproblematik muss entschärft werden

  6. Förderung des ÖPNV und des Radverkehrs. Beim Radverkehr haben wir einen Investitionsstau von 7 Millionen – daran muss verstärkt gearbeitet werden.

  7. Und letztlich muss es zu einer Vermeidung weiterer Nettoneuverschuldung  kommen. Wenn nicht in wirtschaftlich guten Zeiten, die wir in den letzten Jahren hatten, auf Schulden verzichtet wird, wann dann? Das setzt auch voraus, dass wir nicht jedes Projekt umsetzen, dass von Land, Bund oder EU gefördert werden kann, der der Eigenanteil muss über Schulden finanziert werden, z.B. (Industriehafen).

  8. Wir unterstützen die Vereine, kulturelle und Sportvereine. Die unterschiedlichen Einrichtungen bieten Programme für die Jugendlichen und Kinder an. Aber seit 2006 fordern wir ein Kinder- und Jugendkonzept, das uns zeigt, dass das Programm aktuell ist und ausreichend ist. Diese Frage zeigt, dass es sicher Sinn macht, gebündelt Aktivitäten herauszugeben, z.B. durch  eine Broschüre, in der die Aktivitäten verschriftlicht sind.